
Im Bild (© Foto: LA PRENSA/D.Nivia) bleibt nur mehr das "m" von "amor" und ein Herz übrig.


Tja, ansonsten. Wohne jetzt in Managua. Mir gefällt mein Pendlerinnen-Dasein. Im Bus nach Granada bleibt ca. eine Stunde Zeit zum Nachdenken, Träumen, Reflektieren und Schlafen. Und diese Landschaft jeden Tag an mir vorbeiziehen zu sehen, gibt mir jedes Mal das Gefühl genau da zu sein, wo ich gerade sein will.

Habe ich schon einmal erwähnt, dass Nicaragua wirklich wunderwunderschön ist? In der letzten Woche durfte ich eine ganz andere Seite dieses Landes entdecken. Mit Claudia und Hannes ging es nämlich an die Atlantikküste Nicaraguas. Eine Reise in eine andere Welt, in ein anderes Land.
mit dem wir nach Rama Cay, die größte Siedlung des indigenen Volkes Rama, gebracht wurden. Mich fasziniert diese Lebensweise mitten im Wasser sehr (wie schon bei dem schwimmenden Dorf in Thailand in der Phang Na-Bucht). Auf dieser Insel leben ca. 100 Familien auf engstem Raum. Die Leute waren extrem freundlich und offen. Trotz der sehr einfachen und eher ärmlichen Behausungen hinterließ diese Gemeinschaft, die übrigens völlig autonom von Rest Nicaragua lebt und Entscheidungen trifft, bei uns einen sehr idyllischen Eindruck. Auch wenn auch dieses Stück Erde nicht von Problemen wie Drogensucht von Jugendlichen etc. verschont wird, wie uns ein Bewohner berichtete.
Und am nächsten Tag endlich nach Little Corn. Auf der Überfahrt erwischte uns ein ordentlicher Regenguss – nicht gerade der freundlichste Empfang für ein kleines, karibisches Inselparadies. Paradiesisch wurde es dann aber dennoch: Kleine Hütte mit Hängematte direkt am Strand, Palmen, weißer Sand, türkises Meer und sonst gar nichts. Keine Discos, keine Bars, kein Massentourismus. Man kann einfach gar nichts anderes machen, als nichts. Wolken und Regen haben uns nicht davon abgehalten uns völlig zu entspannen. Tauchen war meine einzige Aktivität in diesen vier Tagen. Die Sicht war mies, aber reichte aus, um wunderschöne Stachelrochen und einiges an bunten Fischen zu sehen. Zurück nach Managua ging es dann mit einem superkleinen Miniflugzeug. Ein beeindruckender Flug über das ganze Land, das wirklich zum Großteil nur aus grüner Unendlichkeit besteht. Granada, Mombacho, Isla de Omnetepe – das alles konnte man von oben aus wunderbar betrachten.